„Aus anderer Sicht"
Durchgeführt von: Soziale Initiative Salzburg
Finanziert von: EK und Stadt Salzburg
2002/2003
Menschen ohne Behinderungen haben nie gelernt unbefangen mit behinderten Mitmenschen umzugehen. Daher besteht beim überwiegenden Teil der Gesellschaft Angst, Unsicherheit und Vorurteile im Umgang mit behinderten Menschen oder mit Themen, die für behinderte Menschen wichtig sind. Um diesen Grund für diskriminierendes Verhalten gegenüber behinderten Menschen zu bekämpfen und bereits in der Schul- bzw. Ausbildungszeit ausreichend Gelegenheit zu direkten Kontakten mit behinderten Menschen zu schaffen, wurde das Antidiskriminierungsseminar „Aus anderer Sicht" entwickelt.
Im Seminar „Aus anderer Sicht" realisierten behinderte Menschen gemeinsam mit in der Ausbildung begriffenen Lehrer/innen Projekt- und Aktionstage um im gemeinsamen Miteinander Vorurteile und Berührungsängste abzubauen. Solcherart sensibilisierten Studierenden bleiben diese „Erlebnistage" langfristig in Erinnerung und tragen damit wesentlich zur Eliminierung von Behindertendiskriminierung bei.
In Gruppen unter der Leitung von Beeinträchtigten als Expert/innen in eigener Sache fand ein Kennenlernen statt. Informationen über die Lebenswelten von Beeinträchtigten samt Möglichkeiten, Problemstellungen, Hilfsmittel usw. wurden vermittelt. Selbsterfahrungsmöglichkeiten (z.B. Stadtausflug im Rollstuhl, mit Blindenbrille und Stock...) für Nichtbeeinträchtigte wurden geboten.
In einer Reflexionsphase wurde das Erlebte aufbereitet und durch eine nachfolgende Präsentation auch anderen zugänglich gemacht. Im Abschluss blieb ein offener Rahmen für Fragestellungen, Diskussion und Austausch.



